Ein paar Gedanken zum Versand

25.07.2019 17:22

Heute wollen wir mal ein paar Gedanken zum Thema Versand mit euch teilen. Dabei geht es uns gar nicht um das generelle Für und Wider, denn es gibt gute Argumente und Gründe, die für und gegen eine Bestellung im Versand- oder Online-Handel sprechen. Ob und wie man den Versandhandel nutzt muss und sollte jeder selbst entscheiden. Und das ist natürlich auch davon abhängig, worum es sich im Einzelnen dreht und wie es gemacht ist. Gerne wird die Absurdität von verderblichen Lebensmitteln im Online-Handel angeführt, aber wie sieht es zum Beispiel mit den meist regionalen Gemüsekisten aus, die es inzwischen vielerorts gibt?

Statt einen Kauf, der mit einer Lieferung nach Hause verbunden ist also pauschal zum Nonplusultra zu erklären oder genauso generell abzulehnen, sollten wir uns also einfach im Einzelfall entscheiden was sinnvoll ist.

Wir persönlich haben für uns die drei folgenden Regeln aufgestellt, um die Sinnhaftigkeit einer (Online-)Kaufentscheidugn zu hinterfragen.

  1. Nichts online kaufen, dass wir vollkommen gleichwertig oder sogar identisch, ohne Aufwand in der direkten Umgebung bekommen.
  2. Nichts in der festen Absicht bestellen, es teilweise oder gar komplett wieder zurückzuschicken.
  3. Nicht nur auf Grund des Preises online bestellen.

Natürlich versuchen wir auch als Hersteller und Händler zum sinnvollen Online-Handel(n) beizutragen. Auch da haben wir ein paar Prinzipien, an die wir uns halten.

  1. Am wichtigsten für uns: Auch offline verkaufen. Denn wenn wir damit Menschen, die nicht bei uns im Mossautal leben, die Möglichkeit bieten, direkt vor der eigenen Haustür unsere Produkte zu kaufen, ist das ein wichtiger Beitrag für den verantwortungsvollen Handel, online wie offline. Aus diesem Grund sind wir jede Woche auf den beiden Wochenmärkten in Bensheim und Darmstadt und ein bis zwei mal im Monat auf anderen Märkten und Veranstaltungen.
    Wir wollen übrigens noch einen dritten Wochenmarkt im Rhein-Main-Neckar-Raum aufnehmen. Falls ihr Tipps und Vorschläge habt, immer raus damit.

     
  2. Nicht zu Kleinstbestellungen animieren. Wir bieten mit voller Absicht keine verbilligten oder gar kostenlose Produktproben an und wir versenden auch bewusst nicht generell portofrei (was ja auch nur bedeuten würde, dass die Portokosten von vornherein mit in die Preise einkalkuliert wären).
    Nicht nur, dass der Aufwand für die Verpackung und Versendung von 15-Gramm-Probestücken praktisch genauso groß ist, wie der Versand ganzer Seifenstücke in normalen Paketen. Produktproben animieren auch oft dazu, Dinge zu bestellen, die man eigentlich gar nicht wirklich braucht oder haben will. Obendrein kann man mit einem 15-Gramm-Stück Seife, auch nicht wirklich testen oder probieren, wie gut man mit man mit einer Seife zurecht kommt.

    Und generell versandkostenfei zu verkaufen, führt oft zu Bestellungen von einzelnen Produkten, was ökonomisch und ökologisch genauso schlecht ist wie die Versendung von winzigen Probestücken.

    Stattdessen haben wir insgesamt moderate Versandkosten und versenden ab 30,- Euro portofrei, so dass wir glücklicherweise viele Menschen dazu anregen, gleich ein paar mehr Seifen zu bestellen, die dann eine Weile reichen, statt jeden Monat nur ein oder zwei Stücke.
     
  3. So wenig Verpackung wie möglich!
    Aus diesem Grund ist unser Standardkarton, in dem wir ca. 90 % unserer Bestellungen ausliefern, nur so groß wie eine A5 Seite, er wiegt nur 57,5 Gramm und mit Rechnung, "Vielen Dank"-Karte und ggf. notwendigem Füllmaterial kommen maximal 50 Gramm dazu.
  4. Last but not least, versuchen wir unserer sozialen und ökologischen Verantwortung gerecht zu werden, in dem wir bewusst auf DHL als Versanddiesntleister setzen.
    Über die GoGreen Option versenden wir bei DHL CO2-neutral und DHL ist der Paketdienst, der schon im größten Umfang Elektrofahrzeuge für die letzte Meile einsetzt, das bedeutet vor allem weniger Lärm und Abgase in den Städten.

    Selbstverständlich ist auch bei diesem Paketdienstleister nicht alles eitel Sonnenschein. DHL ist aber der Anbieter, der gerade bei den Fahrern den höchsten Anteil eigener Mitarbeiter hat (also nicht vorrangig oder gar fast ausschließlich auf Subunternehmer setzt). Außerdem war DHL im letzten Jahr der erste Paketdienst, der sich dem ruinösen Preiswettkampf im Bereich der Firmenkunden wiedersetzt hat, indem die Preise für den Paketversand für Geschäftkunden angehoben wurden. Was den ein oder anderen Händler sicher sehr geärgert hat, war für uns ein guter Grund weiter auf DHL zu setzen, denn so wie wir von unserer Hände Arbeit leben wollen, sollte das auch für alle anderen Menschen gelten. 

Wie ihr hier an unserem konkreten Beispiel seht, mit dem wir diesen Artikel bebildert haben, kommen bei uns auf ein Warengewicht von 533 Gramm nur 95 Gramm Drumherum.

Es versteht sich sicher von selbst, dass wir natürlich nur in unbeschichtetem Karton und Papier verpacken und Recycling-Material bevorzugen. Außerdem lassen sich unsere Versandkartons ohne Klebeband "zusammenbauen", er wird einfach nur geknickt und gefaltet. Für das Verschließen verwenden wir Paketband auf Papierbasis mit Naturkautschukkleber. Die Kartons lassen sich zerstörungsfrei öffnen, so dass der Karton auch wieder auseinandergefaltet werden kann, um bei euch auf den nächsten Einsatz zu warten.

Vielleicht waren unsere Gedanken zum Thema Versand ja hilfreich. Wenn ihr Lust habt, verratet uns doch was ihr davon haltet.
Wir freuen uns, euch auf dem nächsten Markt an unserem Stand begrüßen zu können oder euch von Zeit zu Zeit ein kleines Seifenpaket zu schicken.

Eure Mossautaler Seife

Nicole & Andre


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